+Projekte

Auswahl

  • Mit wachsender Sammlung und verstärkten Ausstellungs- und Vermittlungstätigkeiten wurde eine Erweiterung (nahezu Verdoppelung) der räumlichen Kapazitäten unumgänglich.

    Die städtebauliche Situation verlangte mehr Höhe und mehr Gewicht, um auf Augenhöhe zu den anderen am Karlsplatzes situierten Gebäuden zu kommen … einen kräftigen Markstein zur Manifestierung der Nordostecke des Platzes.

    Die neuen Bauteile entwickeln sich aus den großen Öffnungen des Bestandes heraus. Der Pavillon aus dem Entree, das Schwebegeschoss aus dem Innenhof.

    Das Wien Museum erzählt als Museum die Geschichte Wiens. Das Gebäude des Wien Museums ist ein wichtiger Teil dieser Geschichte geworden. Die jahrzehntelangen Geburtswehen des Entstehens, der Mut zur Moderne neben einer Ikone der Baugeschichte, die Wandlung des Karlsplatzes im Laufe des Bestehens des Museums, die zahllosen unverwirklichten Visionen bis hin zum weltweiten Architekturwettbewerb 2015, mit 275 Entwürfen und Vorstellungen, wie mit dem Gebäude umgegangen werden soll – all das stellt eine intensive baugeschichtliche Diskussion dar, die ein Gebäude zum Teil einer erzählenswerten Geschichte macht, nämlich einer, die das Haus mit seiner ureigenen Aufgabe nun selbst erzählen darf.

    Čertov / Winkler + Ruck; Bauherrschaft: Wien Museum; Fotografie: Patrick Johannsen, cwr Architekten


  • Das Kärnten Museum ist über die Jahrzehnte mit Einbauten verstellt worden und es bedurfte einer Neuordnung des Gebäudes. Ein Changieren zwischen radikaler Kernintervention und dem „Schütteln des Gebäudes, bis alles nachträglich eingebaute abfällt“, bis zum „Haus der Bildung, Konversation und Konfrontation“.
    Die Räume werden zu Vitrinen, die ihre Ausstellung in Ihre Wände, Böden und Fensternischen aufnimmt. Besucher flanieren durch eine Vitrine nach der anderen. Die beiden Innenhöfe bekommen einen gläsernen Abschluss und die Fenster zum Atrium öffnen sich zu Arkaden.

    Eine wesentliche Herausforderung war auch, dass der Haupteingang in einer Seitenstraße situiert war. Da es nicht möglich war, diesen zu verlegen, wurden die Seitenstraßen eliminiert und zum verkehrsbefreiten und barrierefreien Platz formuliert.

    Čertov / Winkler + Ruck; Bauherrschaft: Amt der Kärntner Landesregierung; Fotografie: Paul Ott; Bauherrenpreis 2023

  • Durch den Wald, über den Platz der Schutzheiligen Europas auf den gepflasterten Vorplatz … nach dem Durchschreiten der Westwand in ein kontemplatives Kirchenschiff mit Lichtöffnungen in Wänden und Decke …. Presbyterium wird zur Bühne … im Zentrum das Altarbild mit Darstellung der Marienerscheinung 1849.

    Außen bildet eine 12 x 12 Meter große, schwarz eingefärbte Betonwand die Westfassade. Zwischen dieser Betonwand und der ursprünglichen Westwand des Kirchenschiffs entstand Raum für Kerzenaltar, Zeitschriften und Emporenstiege. Die Betonwand der Westfassade ist auch Auflager für die neue Tragkonstruktion des alten Daches des Kirchenschiffes. Die neue Tragkonstruktion übernimmt fortan den Witterungsschutz. Die ursprünglichen Dachflächen wurden wie die Wände verputzt. Durch die Verschmelzung des Dachs mit der Wand zu einem kristallinen Körper wirkt das Kirchenschiff außen optisch höher und steht im Gleichgewicht zum mächtigen Presbyterium.
    Die alten Fensteröffnungen wurden auf schmale Lichtschlitze reduziert und in den Dachbereich weitergeführt.

    Čertov / Morianz; Bauherrschaft: Diözese Gurk-Klagenfurt; Fotografie: Margherita Spillutini

  • In unmittelbarer Nähe zur Basilika umfasst das Europeum einen Kongress- und Veranstaltungsbereich für ca. 600 Personen, einen Ausstellungsbereich von rund 800 m², einen Tourismus-Infopoint, ein Kultur-Café und einen Wellnessbereich.

    Mit der Öffnung zur Wiener-Straße im Eingangsbereich des Europeums hat Mariazell einen weiteren urbanen Platz erhalten. Von hier aus hat der Besucher einen wunderbaren Ausblick in das umliegende Bergpanorama. Durch Staffelung und Überlagerung von Treppen und Terrassen entstand ein markanter Hof mit verschiedenen Plätzen, die zu Nebenzugängen des Hauses führen. Außenbereiche verschmelzen mit den Erschließungsflächen im Inneren. Plätze und Treppen werden so zu erweiterten Kommunikationsbereichen.
    Unterirdische Gänge durch alte Eiskeller verbinden das Europeum mit dem „Scherfler-Saal“, dem Stadtamt und den umliegenden Hotels.

    Bauherrschaft: Mariazeller Europeum GmbH; Fotografie: Paul Ott

  • Die Fachhochschule für Gesundheits- & Pflegemanagement sowie Sozialarbeit befindet sich im ältesten, seit dem Mittelalter fast unveränderten Kern der Altstadt von Feldkirchen.
    Die zwei ältesten Gebäude am Hauptplatz wurden revitalisiert und in die Nutzung einbezogen. Der Zubau erfolgte auf dem dahinterliegenden Hang. Das Gebäude ist in Höfe, Terrassen, Durchgänge, Brücken und Freitreppen gegliedert, reagiert auf die heterogenen Bauhöhen rundum und lässt trotz der hohen Verdichtung den Geländeverlauf noch spüren. Die Altstadtstruktur von Feldkirchen wird fortgeführt – Stadt in der Stadt.

    Mit den Räumen für die Fachhochschule wurde auch eine Stadthalle geplant, die multifunktional als Audimax genutzt wird, sowie eine Stadtbibliothek und ein Trauungssaal.

    Bauherrschaft: Stadtgemeinde Feldkirchen in Kärnten; Fotografie: Paul Ott

  • Die Mehrzweckhalle steht als Monolith im Zentrum der geometrischen Waldfriedhofsanlage in Drobolach am Faakersee. Das Gebäude in Form einer Fibonacci-Spirale wird für Aufbahrungen, Messfeiern sowie für div. Veranstaltungen, wie Lesungen, Konzerte und Vorträge genutzt.
    Das Material der Außenhaut Cortenstahl ist ein dankbares Fassadenmaterial mitten unter hohen alten Bäumen.
    Durch die unterschiedlichen parabolischen Neigungen der Außen- und Innenspirale entsteht eine natürliche Lichtführung und ein Zwischenraum, wo Nebenräume situiert sind.

    Der Campanile hat die Form einer Himmelsleiter. Die natürliche Bewegung der Fibonacci-Spirale wird hier dem Transzendenten gegenübergestellt.

    Bauherrschaft: F.gem. WFH Mittewald.; Fotografie: fc Architekten

  • Die Aufbahrungshalle aus eingefärbtem und geschliffenem Sichtbeton ist nach außen hin als kubischer Sarkophag konzipiert. Schmale Schlitze entlang der Längswände lassen den schweren „Deckel“ jedoch schweben. Stirnseitig wird die Betonwand (bis zur Hälfte der gesamten Höhe) nach oben geklappt und bildet den Eingang – der Eindruck, das massive Vordach, exakt in der Größe der Türöffnung, könnte jederzeit das Grab für immer schließen, wurde bewusst inszeniert.
    Mit dem Betreten der Halle wird die ganze Aufmerksamkeit auf das zentrale Geschehen, nämlich die Realität des Todes in Verbindung mit dem Glauben der Auferstehung gelenkt. Ganz im Gegensatz zur geschlossenen äußeren Form wird hier der Raum nach oben hin aufgebrochen und erhellt. Auf den Sargtisch inmitten des Raumes fällt durch ein Oberlicht in der Decke ein mächtiger und gerichteter Lichtstrahl. Hinter dem Sargtisch erstreckt sich eine Bildwand vom Boden bis zur Decke, und verschwindet im Schacht des Oberlichtes. Die Symbolik der Bildwandgestaltung von Johanes Zechner, mit einer „schwebenden“ gotischen Holzfigur des auferstandenen Christus im Zentrum, verstärkt den Gedanken der Auferstehung. Die im Raum frei stehende Bildwand verdeckt den Blick auf die Sakristeitür in der Rückwand. Der Aufbahrungstisch und einzelne Holzsitze, auskragend entlang der Längswände, sind das einzige unverrückbare Inventar im sakralen Raum.
    Mit der geschlossenen Form nach außen hin und dem gerichteten Licht im Inneren, knüpft die Aufbahrungshalle in Micheldorf formal direkt an die mittelalterlichen Karner, die zahlreich in Kärnten anzufinden sind, an.

    Čertov / Morianz; Bauherrschaft: Diözese Gurk-Klagenfurt; Fotografie: fc Architekten

  • Schloss Retzhof, eine symmetrische Vier-Flügel-Anlage, die Merkmale von der Renaissance bis zum Klassizismus aufweist und auf eine wechselvolle Geschichte verweisen kann, ist seit Mitte des 20. Jahrhunderts Bildungshaus, dessen Schwerpunkt sich von der Jugend- zur Erwachsenenbildung entwickelt hat.

    Räumlichkeiten im bestehenden Schloss wurden adaptiert und ein Gästehaus neu errichtet.
    Das neue Gästehaus ist im rechten Winkel zur nordöstlichen Fassade des Schlosses situiert, so dass gemeinsam mit dem bestehenden Gästehaus eine zweite Hofsituation entsteht. Eine Brücke im ersten Obergeschoss verbindet den Neubau mit dem Schloss. Das zweigeschossige Gebäude, das als Holzriegelkonstruktion ausgeführt und mit Lärchenholz verschalt sind, ist an der Eingangsseite des Erdgeschosses zurückversetzt und verglast. Daraus ergibt sich für das Foyer ein großzügiger, heller Innenraum und gleichzeitig eine überdachte Terrasse im Freien.
    Da der Retzhof als Bildungshaus des Landes auch von Menschen mit körperlichen und/ oder geistigen Beeinträchtigungen besucht wird, war eine umfassend barrierefreie Ausführung des Gästehauses gefordert. Um eine gute Orientierbarkeit zu erreichen wurde darauf geachtet, die räumliche Konfiguration des Gebäudes so einfach und überschaubar wie möglich zu gestalten. Im Detail liegen die Feinheiten, die zur umfassenden Barrierefreiheit des Gebäudes beitragen.

    Die neue Hofsituation mit der unter Naturschutz stehenden Platane in der Mitte ist eine sensible, zeitgemäße Erweiterung des vorhandenen geschichtsträchtigen Ensembles.

    Bauherrschaft: LIG-Steiermark; Fotografie: Paul Ott

  • Neubau eines Internats mit Küche und Speisesaal mit Verbindungsgang zum Bestandsgebäude, Umbau und die Sanierung des bestehenden Mehrzwecksaals, Umbau und Sanierung des bestehenden Turnsaals zu einer Zentralgarderobe mit unterirdischem Verbindungsgang zur Schule, Sanierung und Umbau der Schule im Bereich der denkmalgeschützten Villa.

    Da die bestehende Villa besonders prägend für die Schule wie auch die umgebenden Gebäude ist, musste der Zubau behutsam in das Ensemble eingebunden werden, um die Sicht auf die Villa zu erhalten.
    Der Neubau wurde aus diesem Grund im Bereich der Wirtschaftsgebäude etwas unterhalb der Villa situiert und mit einer Verbindungsbrücke an das Bestandsschulgebäude angebunden. Der Zubau wurde, den umgebenden Wirtschaftsgebäuden angepasst, in Holz errichtet.

    Bauherrschaft: LIG-Steiermark; Fotografie: Paul Ott

  • Denkt man an eine Pfarrgemeinde am Land, so denkt man zuerst an das Gotteshaus mit seiner langen Geschichte. Die Kirche von Mieger/Medgorje wurde 1359 erstmals urkundlich erwähnt. Sie steht als prägendes Zeichen weithin sichtbar auf einem auslaufenden Bergrücken. Da im Nahbereich der Kirche weder eine Schule, noch Gemeinschaftsräume der Gemeinde situiert sind, war für die Erfüllung der pastoralen Arbeit die Errichtung eines neuen Pfarrgemeindehauses erforderlich.
    Das Pfarrgemeindehaus wurde unmittelbar neben der Pfarrkirche errichtet.
    Konzipiert ist das Pfarrgemeindehaus als Haus am Hang – ein leicht zur mächtigen Friedhofsmauer geneigtes, schmales und langgestrecktes Gebäude. Seine Form wird von der Anforderung der spezifischen Nutzung und unter Berücksichtigung der topographischen Verhältnisse geprägt. Die geschlossene langgestreckte Südfassade steht im räumlichen Dialog mit der massiven Friedhofsmauer. Alle Belichtungsöffnungen an der Südseite sind zu einem 6,5 x 4,5 Meter großen Fenster zusammengefasst, das wiederum durch ein bewegliches Schiebeelement beschattet werden kann. Zwischen Kirche und Pfarrgemeindehaus entsteht ein neuer Platz, der für diverse Veranstaltungen genutzt wird.

    Bauherrschaft: Diözese Gurk-Klagenfurt; Fotografie: fc Architekten

  • Das Geologie- und Alpinzentrum wurde neben der Volksschule Zell/Sele errichtet und mit dem bestehenden Turnsaal verbunden.
    Das Herzstück des Gebäudes – der Kletterraum – bietet Vorstiegs- und Boulderkletterwände mit einer Kletterfläche von rund 280 m². Die Übergänge der verschiedenen Kletterwandbereiche ermöglichen ein uneingeschränktes Kombinieren der Kletterrouten.
    Um trotz der geforderten 10 Meter Kletterhöhe den Maßstab zur Volksschule und den Gebäuden im Ort zu wahren, wurde ein Drittel des Gebäudes in den Boden versenkt. Als positiver Nebeneffekt entstehen in Augenhöhe auf EG-Niveau attraktive Zuschauerbereiche (Galerien). Das kubische Gebäude neigt sich mit dem leichten Geländegefälle.
    Die ursprünglich für die Bauernhäuser in Zell typische Dachdeckung mit ca. 2 m langen sägerauen Lärchenbrettern wurde für die Fassade adaptiert. Die Fensteröffnungen sind auf Schlitze reduziert.

    Bauherrschaft: Gemeinde Zell/Sele; Fotografie: fc Architekten

  • Neben der Autobahnkirche in Dolina situiert, fügt sich der zurückhaltende, den umliegenden Baumassen entsprechende Baukörper eines Allzweckraumes in gekonnter Weise ein. Als Ergänzung zur Kirche wurde eine Stätte für diverse Veranstaltungen geschaffen. Die nach Süden offene Fassade wird durch lastableitende Lamellen unterbrochen und lockert die Situation auf. Der nach Westen folgende Abstell- und Geräteraum wurde hingegen völlig verdunkelt ausgeführt. In einem kleinen Verbindungstrakt, welcher die beiden unterschiedlichen, jedoch in den Massen ähnlichen Baukörper, Pilgerraum und Messnerhaus eigenständig erscheinen lässt, wurde eine kleine Küche untergebracht, die den Versorgungsbereich bei Veranstaltungen bildet. Der dominierende Raum verliert, obwohl als Mehrzweckraum konzipiert, keinerlei Spiritualität und eignet sich sowohl für Gebet als auch für Feste. (Jurytext Holzbaupreis Kärnten 2009 – Roland Gnaiger, Hermann Blumer, Walter Meiberger)

    Bauherrschaft: Diözese Gurk-Klagenfurt; Fotografie: fc Architekten

  • Tradition und zukunftsweisende Bautechnik gehen hier eine außergewöhnliche Symbiose ein, auch die Umgebung ist wichtiger Teil des Ensembles. Das über 200 Jahre alte Haus wurde zum Atelier umgebaut. Das äußere Erscheinungsbild blieb unverändert. Um den begrünten Teil des Grundes zu erhalten, wurde der neue Zubau 50 Meter entfernt in den Hang gebaut. Das wie die alten Bauernhäuser in Massivbauweise kombiniert mit Holzteilen errichtete Gebäude wird mit Erdwärme versorgt und ist großteils eingegraben. Die Belichtung der hangseitigen Räume erfolgt durch ein zentrales Atrium. Das Erdreich kühlt im Sommer und wärmt im Winter, der Holz-Glas-Aufbau reguliert das Klima im gesamten Gebäude. Fließende Raumabfolgen, ein Wechselspiel von Enge und Weite, auf das Wesentliche reduzierte Materialwahl, dazu der atemberaubende Blick in die Karawanken.

    Bauherrschaft: Privat; Fotografie: Oliver Wolf, Das beste Haus 2015, fc Architekten

  • Die bestehende Kirche wurde vor dem 2. Vatikanischen Konzil errichtet. Das Presbyterium war in Bezug zum Kirchenraum überdimensioniert und um 1,5m angehoben. Der Kirchenraum war sowohl für die Wochentagsmessen als auch die Messen am Sonntag zu groß. Eine Auslastung des Kirchenraums war lediglich zu Weihnachten und Ostern gegeben.
    Mit der Umgestaltung wurde der Altar in Richtung des Kirchenschiffes versetzt und ein Gleichgewicht zwischen Kirchenschiff und Altarraum hergestellt.
    Ein mobiler Paravent schafft die Möglichkeit einen Raum im Presbyterium für die weniger besuchten Wochentagsmessen zu bilden.

    Altar, Ambo, Sessio, Tabernakel und Taufbecken sind aus brünierten Stahl. Übereinander gestaffelte Platten, wobei die unterste, durch Glasschwerter von den restlichen distanziert, im Boden bündig eingelassen ist.

    Bauherrschaft: Diözese Graz-Seckau; Fotografie: fc Architekten

  • Funktionssanierung und Erweiterung des bestehenden Gymnasiums im Innenstadtgebiet von Graz.
    Räumlichkeiten für die Nachmittagsbetreuung, Mehrzweckräume und offene Klassen wurden neu geschaffen. Ein bislang als Parkplatz genutzte Hof wurde in das Gesamtkonzept einbezogen. Das Ergebnis war ein in den Mittelpunkt der Schule gerückter Schulhof, der mit den verschiedenen Bereichen der Schule korrespondiert und vielseitig nutzbar ist.

    Außerdem war die Beruhigung des Gesamtbildes des oftmals erweiterten Schulgebäudes durch eine zusammenfassende Fassadengestaltung ein wichtiger Aspekt.

    Bauherrschaft: BIG; Fotografie: Markus Keiser

  • Die unter Erzherzog Karl II von Innerösterreich in den damals unbesiedelten Mur- Auen im
    Renaissancestil erbaute und wertvoll ausgestattete Sommerresidenz erhielt noch während der Bauzeit 1584-1590 den Namen KARL–AU. Mit einer einfachen Befestigungsanlage in Form einer Ringmauer und Türmen umgeben, diente das Schloss zunächst als landesfürstliches Jagdgebiet und Tiergarten. 1769 ließ es Kaiserin Maria Theresia erstmals als Arbeitshaus für müßiges und faules Gesinde verwenden. Unter Kaiser Joseph II. verwendete man das Gebäude zur Unterbringung französischer Kriegsgefangener. Mit der Einführung des Strafgesetzes wurde es 1803 zum Provinzialstrafhaus für Frauen und Männer, bis zu einer Strafe von 10 Jahren. Im Jahre 1805 wanderten die in der Zitadelle und den Kasematten des Grazer Schloßberges verwahrten Schwerverbrecher in das Strafhaus Karlau. 1820 wurde erstmals ein zweistöckiger Zubau in westlicher Richtung an das Schloss angefügt. Nach den Kriterien der Gefängnisarchitektur des 19. Jahrhunderts entstand weiter ein Zellengefängnis, dessen drei Flügel in einem Achsenkreuz zusammen laufen, mit einem oktogonalen Zentralturm.
    Die JA-Karlau in Graz dient heute dem Vollzug von Freiheitsstrafen an männlichen Gefangenen mit einer Strafzeit von über 18 Monaten bis Lebenslang.

    Das BesucherInnenzentrum ist zwischen dem Schloss- und dem Verwaltungsgebäude situiert und mit diesen durch transparente Gänge verbunden.
    Im Gegensatz zu den Bestandsgebäuden hat das BesucherInnenzentrum eine Glasfassade mit außenliegenden vertikalen Alu-Lamellen. Dies ermöglicht eine durchgehende natürliche Belichtung der Räume und Ausblicke ins Freie ohne jedoch Einblicke von außen zu gewähren. Grüne Fassadenlamellen (punktuell Rot-. Gelb- und Weißtöne) verstärken die positive Stimmung in den lichtdurchfluteten Räumen.

    Die Wegeführung im Inneren ist durch strikte Trennung der Funktionen kreuzungsfrei.
    Holzoberflächen und Glas geben den Räumen eine vertraute Atmosphäre.

    Bauherrschaft: Republik Österreich vertreten durch BIG; Fotografie: fc Architekten

  • Die Klosterkirche zur Unbefleckten Empfängnis wurde 1896 nach Plänen von Josef Flohr errichtet. 1968/71 erfolgte eine Neugestaltung unter Entfernung der historischen Einrichtung nach Plänen von Günther Domenig und Eilfrid Huth. Anstelle des Hochaltars wurde die Orgel der Gebrüder Krenn 1972 im Presbyterium positioniert. Altar, Ambo und Tabernakel, alle aus Stahl stammen von Gerhard Moswitzer (1970).
    Durch die starke Benutzung und damit verbundene Abnutzung der Einrichtung und die gedankliche Veränderung zur Art der Ausstattung – Schöpfungsverantwortung kontra Kunststoff – ist eine grundlegende Veränderung notwendig geworden. Wichtiges Anliegen war, dem Kirchenraum wieder ein sakrales Gepräge zu geben, was durch die Ausstattung der 70-ger Jahre nicht wahrgenommen wurde.
    Die seitlichen, abgestuften, weit in den Kirchenraum ragenden und mit einer gelben Polyesterverkleidung versehenen Emporen aus den 70-ger Jahren wurden abgebrochen, und durch raumgestaltende „Brückenelemente“ aus Holz ersetzt. Diese verbinden die einzelnen Pfeilerdurchgänge miteinander. Mit dem Rückbau der Seitenemporen tritt die ursprüngliche vertikale Tragstruktur der Kirche wieder in den Vordergrund. Die horizontale Teilung des Kirchenschiffes wird somit überwunden und der Kirchenraum erscheint wieder in seiner ursprünglichen Dimension.
    Im Zentrum des Presbyteriums, hinter dem Volksaltar, dem Sessio und vor der best. Orgel wurde ein 5,3 Meter hohes und 2,3 Meter breites Altarbild (Maler Yang-Močnik) situiert. Die Lage und Größe des Altarbildes reagiert auf die dahinter situierte Orgel: die in ihrer Dimension für den Kirchenraum sehr dominante und zudem als Hochaltar wahrgenommene Orgel bildet nunmehr den optischen Rahmen für das Altarbild.

    Bänke und Bestuhlung wurden neu entwickelt.
    Das Kirchenschiff bekommt durch gelb-ockerfarbene Verglasung der Fenster einen warmen Ton, das Presbyterium bleibt wie eine Bühne heller.

    Bauherrschaft: Grazer Schulschwestern; Fotografie: Klemen Breitfuß

  • Funktionssanierung und Erweiterung des Gymnasiums. Die räumliche Erweiterung des B(R)G Seebacher erfolgte durch eine eingeschossige Aufstockung.
    Die Aufstockung ist einerseits in ihrer Grundfläche dem Bestand angepasst, und hebt sich andererseits durch ihre Materialität und eine sanfte Höhenentwicklung wiederum deutlich vom Bestand ab.
    Im Bereich der Aufstockung sind ein Mehrzwecksaal, die Bibliothek, die Aufwärmküche, die gesamte Nachmittagsbetreuung, 6 Klassenräume, Zonen für ein offenes Lernen, sowie eine als Pausenzone nutzbare Dachterrasse situiert (gesamt ca. 1500m² Nutzfläche). Die großzügigen Gänge der Schule wurden weitergeführt.

    Mit der thermischen Sanierung des Bestandsgebäudes entstand auch ein neues Erscheinungsbild der Schule – bestehende Fensterelemente wurden formal zu horizontalen Fensterbändern gefasst.

    Bauherrschaft: BIG; Fotografie: fc Architekten

  • Umstrukturierung und Sanierung der Gebäude der Grazer Schulschwestern. Die in den Bestandsgebäuden verflochtenen Nutzungsbereiche wurden bereinigt und eine klare Funktionstrennung zwischen der Schule, dem Kindergarten, dem Konvent und den extern genutzten Wohnungen geschaffen.

    Das traditionsreiche Schulgebäude wurde den zeitgenössischen pädagogischen Anforderungen, zum individualisiertem und fächerübergreifenden Lernen, angepasst. Dementsprechend wurden die Wände zu den breiten Gangbereichen großflächig geöffnet und verglast – Sichtbeziehungen zwischen den Unterrichtsräumen und dem offenes Lernen.
    In den entstandenen tiefen Mauerleibungen wurden Sitznischen ausgebildet und die Klassengeschoße durch Kleingruppenräume ergänzt. Der Bewegungsraum, der bereits im Bestand im Erdgeschoss situiert war, wurde vergrößert und neu gestaltet.

    Der Kindergarten wurde in die Nähe des Spielhofs verlegt. Der Außenbereich kann nun überblickt und auf kurzen Wege erreicht werden. Der Kindergarten ist innerhalb des Gebäudes ein abgeschlossener Bereich, der weder durch die Schule noch durch externe Nutzung durchquert wird.

    Mit den Umstrukturierungsmaßnahmen wurden auch im Konvent die Nutzungseinheiten neu zusammengefasst und eine neue Hauskapelle gestaltet.
    Im Tiefparterre wurde neben der Kirche ein Begegnungsraum errichtet, der ohne Tangieren des Konvents- und Schulbereiches auch extern und multifunktional (Sonntagsfrühstück, Ausstellung, Empfang, etc.) genutzt wird.

    Bauherrschaft: Grazer Schulschwestern; Fotografie: fc Architekten

  • Die Kirche hl. Thomas, auch als St. Thomas im Walde bekannt, ist die römisch-katholische Pfarrkirche der Marktgemeinde Premstätten bei Graz.
    Die erste urkundliche Erwähnung der Kirche fand im Jahr 1386 statt.

    Die nun erfolgten Maßnahmen umfassten neben der Sanierung eine Erweiterung des Kirchenraumes durch Öffnung zur Taufkapelle, Neugestaltung des Altarraumes, Neugestaltung der Taufkapelle samt Altarbild, Erweiterung der Sakristei und Schaffung eines Überdachten Zugangs von der Empore in den Kirchenraum.

    Die Öffnung des Kirchenraums zur Taufkapelle erfolgt mittels mobiler Abtrennung. Somit bleibt der Kirchenraum in seiner Ursprungsform erhalten.
    In der Taufkapelle wurde die Altarskultur (brünierter Edelstahl) vor einem bestehenden Fenster situiert und somit natürlich hinterleuchtet.

    Bauherrschaft: Diözese Graz-Seckau; Fotografie: fc Architekten

  • Der ungenutzte Innenhof des Hauptgebäudes der Montanuniversität in Leoben sollte für studentische Veranstaltungen, Konzerte, Abschlussveranstaltungen, aber auch als Aufenthaltsbereich für Studierende während des Studienjahres nutzbar gemacht werden.
    Eine vorher bedrohliche Stimmung wurde in eine einladende Atmosphäre gewandelt. Das nunmehr „verdrehte“ Grün wird von den Fassaden abgerückt und es entstehen platzartige Bereiche, die entsprechend attraktiv nutzbar sind. Eine Infrastruktur mittels „Gestängen“ bietet nun die Möglichkeiten zur Abtrennung einzelner Bereiche.
    Bewusst platzierte Sitzbereiche akzentuieren den Hof und das Grün steht nunmehr, obwohl im Ausmaß reduziert, viel mehr im Mittelpunkt dieses neuen Kontaktraumes.

    Bauherrschaft: Montanuni Leoben; Fotografie: fc Architekten

  • Die Liebfrauenkirche in zentraler Lage auf dem ehemaligen Marktplatz ist mittelalterlichen Ursprungs. Erwähnt wird sie erstmals 1453.
    Zwei verheerende Brände zerstörten nicht nur zahlreiche Bürgerhäuser von Eisenerz, sondern richteten auch großen Schaden an der Marktkapelle an. Bei der Feuersbrunst von 1615 brannte der Turm ab, die Glocken wurden zerstört. Beim großen Brand von 1745 ging auch das „Herz des Marktes in Flammen auf“, heißt es in einem amtlichen Bericht. Beim folgenden Wiederaufbau hat das Gotteshaus im Großen und Ganzen seine heutige Gestalt erhalten.

    Die Innenrenovierung 2007/2008 war auch mit größeren Umbau- bzw. Rückbau-arbeiten verbunden. Die Empore samt Aufgang wurde neu konzipiert und ein Fußgängerdurchgang errichtet. Die Empore entspricht nun dem Raumcharakter und schafft Platz für die Orgel.
    Mit dem neu geschaffenen Durchgang ändert sich auch das Kirchenschiff in seiner Proportion – beruhigter sakraler Raum.

    Čertov / Morianz; Bauherrschaft:Diözese Graz-Seckau; Fotografie: fc Architekten

  • „CARINTHIja 2020 – Ein Land in Zeitreisen und Perspektiven“ war eine mobile Landesausstellung, die durch die Bezirkshauptstätte Kärntens „wanderte“.
    Die Ausstellungsarchitektur zum Thema „Das Rad der Zeit“ musste so gestaltet werden, dass ein leichter Auf- und Abbau, sowie ein LKW-Transport möglich war. Die beiden Dächer und die Vitrinen konnten von den Besuchern mittels Drehen am großen Metallrad („Rad der Zeit“) bewegt werden. Somit konnte der Ausstellungsbesuch stets Witterungsgeschützt erfolgen.

    Čertov / Winkler + Ruck; Bauherrschaft: Land Kärnten; Fotografie: Wolfgang Giegler, ImageFX

  • Das ABZ bietet rund 100 auf dem Arbeitsmarkt benachteiligten Jugendlichen zwischen 15 und 25 Jahren Ausbildungsmöglichkeiten. Ein Team an Lehrmeistern, Lehrausbildnern, Sozialarbeitern, Sozialpädagogen und medizinischem sowie psychologischem Fachpersonal begleiten die Jugendlichen während ihrer Ausbildung.

    Neu errichtet wurden Lehrwerkstätten und ein Gebäude für die Trainingswerkstatt sowie die begleitenden Dienste.
    In diesen Räumlichkeiten werden Lehrausbildungen in unterschiedlichen Berufsfeldern angeboten. Zu diesen gehören unter anderem Gastronomie, Gärtnerei, Kfz-Technik, Schlosserei und Tischlerei.

    Bauherrschaft: LIG-Steiermark; Fotografie: fc Architekten

  • Die Gedenkstätte für Verkehrstote ist neben der Autobahnkirche Dolina situiert, und besteht aus einem 16 m langen begehbaren Tunnel und einem Kerzenaltar. Beide Teile sind aus Cortenstahl gefertigt. Der Tunnel hat einen 130 cm hohen Ein- und Ausstieg, sowie einen erhöhten mittleren Bereich mit einem gotischen Kruzifix. Die konische Innenschale ist mit einer Strichliste perforiert und hinterleuchtet. Die Strichliste symbolisiert die Häufigkeit von Verkehrstoten.

    Auftraggeber: Diözese Gurk-Klagenfurt; Fotografie: Paul Ott, fc Architekten

  • Der Raifeisensaal befindet sich direkt am Hauptplatz in Mariazell und wird zur Abhaltung verschiedenster Veranstaltungen genutzt. Der Scherflersaal grenzt unmittelbar an das Europeum und dient als Kulturcafé und für kleinere Konzerte.

    Bauherrschaft: Mariazeller Europeum GmbH; Fotografie: Paul Ott